In der Selbstständigkeit gibt es theoretisch immer noch etwas zu tun. Noch eine Aufgabe, noch ein Gespräch, noch eine Idee, die wir weiterverfolgen könnten.

Anders als in vielen Angestelltenverhältnissen gibt es keinen festen äußeren Rahmen, der uns sagt: Wir haben unsere Stunden gearbeitet, jetzt ist Feierabend.

Aber woran entscheiden wir dann, wann wir genug gearbeitet haben?

Arbeitszeit ist dafür kein besonders guter Maßstab. Und auch die Ergebnisse unserer Arbeit helfen uns oft nicht weiter, weil sich gerade im Unternehmertum häufig erst Wochen oder Monate später zeigt, ob das, was wir heute tun, tatsächlich funktioniert.

In dieser Folge spreche ich darüber, wie wir „genug“ stattdessen als Arbeitshypothese definieren können.

Du erfährst:

  • warum die Frage „Habe ich heute genug gearbeitet?“ für Unternehmer:innen so schwer zu beantworten ist
  • warum weder Arbeitszeit noch unmittelbare Ergebnisse ein verlässlicher Maßstab für „genug“ sind
  • wie wir für ein aktuelles Ziel definieren können, welche Handlungen wahrscheinlich den größten Hebel haben
  • wie daraus eine konkrete Arbeitshypothese für einen begrenzten Zeitraum entsteht
  • warum wir diese Hypothese nicht jeden Tag aus Unsicherheit neu verhandeln sollten
  • wie wir mit einem Ergebnis umgehen können, das nicht unserer Erwartung entspricht, ohne daraus persönliches Versagen zu machen

Statt uns am Ende des Tages immer wieder zu fragen:

„Habe ich heute genug gemacht?“

können wir uns eine andere Frage stellen:

„Habe ich heute das getan, was ich für diesen Zeitraum als genug definiert habe?“